Posts by author: Marleen Imhof

Neue Gas- und Ölvorkommen machen die USA unabhängig vom Nahen Osten. Die Politik des Landes in der Golfregion wird das radikal verändern. Zu diesem Schluss kommt eine vertrauliche Studie des Bundesnachrichtendienstes. China wäre der große Verlierer – Deutschland zähle zu den Gewinnern.

Den ganzen Artikel unter:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bnd-studie-zu-oelvorkommen-der-usa-a-878157.html

 

Solange die Mittelmeerländer gemeinsam mit Deutschland im Euro sind, haben sie keine Chance, ihre Wettbewerbsfähigkeit – etwa durch eine Abwertung der Währung – zu verbessern. Fehlende Leistungsfähigkeit sowie mangelnde Fähigkeit zur Schuldenrückzahlung werden durch die starre Konstellation der Euro-Zone sogar noch wachsen.

Immer höhere Arbeitslosenzahlen in den Mittelmeerländern werden auf die Dauer zu politischen Extremen führen, die dann nicht nur von der wirtschaftlichen, sondern auch von der politischen Seite einen Austritt erzwingen werden.
Der Euro steht auf der Kippe. Wird die Währungsunion weiter bestehen? Nein, meint Jens Ehrhardt. Allerdings rät der Vermögensverwalter nicht Griechenland zum Austritt aus dem Euro, sondern Deutschland. .
Die Politiker wären gut beraten, nicht zu lange mit den nötigen Anpassungsprozessen zu warten, da diese umso schmerzlicher werden, je länger man wartet. Andernfalls wird sich das Kohl‘sche Argument „Der Euro sichert Frieden in Europa“ ins Gegenteil umkehren.

Der Autor ist einer der prominentesten deutschen Vermögensverwalter. Als Gründer und Vorstandschef der DJE Kapital AG wacht der Münchener über ein Vermögen von rund zehn Milliarden Euro.

Meiner Meinung ist die Kritik am Euro berechtigt. Zumal Herr Ehrhardt ein Fachmann für Finanzen ist und weiß, wovon er spricht. Der Euro ist aus der Form geraten, da die einzelnen Länder zu verschieden in ihrer (Steuer-) Politik, Wirtschaft (-sleistung) und ihrer Geschichte sind. Bleibt der Euro in dieser Form in nächster Zeit bestehen, könnte die derzeitige Rezession in eine Depression, des Ausmaßes der Weltwirtschaftskrise von 1929, übergehen.

Den ganzen Artikel von Ehrhardt gibt es unter diesem Link:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/boerse-inside/schuldenkrise-deutschland-muss-aus-dem-euro-austreten/6775290.html

 

Diese drei Schlagwörter werden in politischen Debatten meist ohne einen gegenseitigen Bezug gerne nebeneinander stehen gelassen und getrennt voneinander behandelt. So findet häufig eine Trennung der Bereiche Umwelt-, Entwicklungs- und Wirtschaftspolitik statt, die eine Fragmentierung und Entpolitisierung der politischen Landschaft mit sich bringt. Wie könnten diese drei Themenfelder jedoch am besten zusammen gedacht und ein Brückenschlag zwischen diesen Bereichen geschaffen werden?

Was steckt hinter jedem dieser Begriffe? Was hat Wachstum mit Entwicklung zu tun? Schließen sich Wachstum und Umweltschutz gegenseitig aus oder können sie als eine Einheit gedacht werden? Welche Auswirkungen hat der ökologische Umbau auf Entwicklung?

Der “Fetisch des Wachstums”

Das fast ungebremst erscheinende wirtschaftliche Wachstum der Nachkriegsjahre, welches lediglich in den Krisenzeiten von 1974/75 und 1980/82 unterbrochen wurde, führt uns vor Augen, dass Wachstum ein Teil unseres Lebens ist. Wachstum wird als Muss in einer neoliberalen Wirtschaftsordnung dargestellt, welches sich im bekannten und beliebten Satz: “Geht es der Wirtschaft gut, geht es uns allen gut!” widerspiegelt.

Besonders im Rahmen der Globalisierung wird hier zwar häufig von einem erweiterten Produktivitäts- und Wohlstandszuwachs gesprochen, die Frage nach ungleichen Verteilungen dieses Reichtums, daraus resultierenden Herrschaftsverhältnissen und Zerstörungen ökologischer Lebensgrundlagen wird – wenn überhaupt – nur am Rande gestellt. Es zeigt sich jedoch, dass Wachstum nicht für alle gesellschaftlichen Schichten in gleichem Maße zugänglich gemacht wird und gerade die ungleiche Verteilung im globalen Maßstab weiterhin bestehen bleibt. Der “Fetisch des Wachstums” hat jedoch nicht nur negative Auswirkungen auf die Verteilungsproblematik, auch unsere Umwelt leidet in zunehmendem Maße darunter.

Fossiles Wachstum ist an seine Grenzen gestoßen

Eine wirtschaftliche Entwicklung ist nur aufgrund der Ausbeutung der Natur denkbar. Ein Beispiel hierfür stellt der fossile Brennstoff, vor allem das Erdöl, dar. Es deckt momentan nahezu 80% des weltweiten Energiebedarfs. Mit dem “Peak Oil”, dem Höhepunkt der Ölforderung, wird von einigen ExpertInnen im Jahr 2010 gerechnet. Ab diesem Zeitpunkt wird eine Abnahme der Ölförderung stattfinden, die zu einem stetigen Anstieg der Ölpreise führt. Da nicht nur unsere Ölheizung mit Erdöl betrieben wird, sondern es auch ein wichtiger Bestandteil von chemischen Produkten, wie Kunststoffen, Arznei- und Pflanzenmitteln, darstellt, wird sichtbar, dass wir alltäglich vom Öl abhängig sind. Eine allgemeine Verteuerung der Preise lässt uns demnach “hautnah” die Grenzen dieser natürlichen Ressource spüren.

Ökologischer Umbau – die Lösung?

Pessimismus wird jedoch laut, wenn es um den ökologischen Umbau auf erneuerbare Energien geht. Auch dieser stoße an seine Grenzen. Der Anbau von Agrokraftstoffen nehme eine zu große Fläche in Anspruch und könne den Ressourcenverbrauch nicht vermindern. So stelle er vielmehr eine zunehmend Konkurrenz für den Nahrungsmittelanbau dar. Dies würde wiederum zu einer weiteren Verschärfung der weltweiten Ungleichheiten in Form einer Nahrungsmittelverknappung führen. Zwar würde der ökologische Umbau zu einem weiteren wirtschaftlichen Wachstum führen, da eine Umstellung auf umweltschonende Technologie vorangetrieben werde, dies jedoch eine weitere Ausbeutung von natürlichen Ressourcen zur Folge haben, so ExpertInnen.

Der Süden im Blickwinkel des Umweltschutzes

Und wie sieht es mit den Nord-Süd-Verhältnissen aus? Der Süden trägt weltweit in wesentlich geringeren Ausmaß zum Klimawandel bei. Durch hohe Energiekosten und fehlenden Zugang zu Produktionsmitteln fällt der Energieverbrauch verhältnismäßig geringer aus. Werden demnach Teile der Welt arm gehalten, sodass sie die ökologischen Vergehen des Nordens “kompensieren”? Wird eine Strategie der “Entwicklung der Unterentwicklung” verfolgt?

Mit dem Brundtlandbericht von 1987 tauchte erstmals das Konzept der “Nachhaltigen Entwicklung” auf. Hier sollen Umwelt und Entwicklung in Einklang gebracht werden. Durch breite institutionelle und gesellschaftliche Reformen soll dies im Rahmen des Rio- Prozesses von 1992 umgesetzt werden. Von KritikerInnen wird jedoch darauf hingewiesen, dass das Konzept der nachhaltigen Entwicklung weiterhin Herrschafts- und Dominanzverhältnisse verschleiert. So konnten bereits in der Vergangenheit dominante politische und wirtschaftliche AkteurInnen ihre Interessen durchsetzten (beispielsweise in der Klimarahmenkonvention), sodass von einer Ökonomisierung der Natur gesprochen wird, die die Problematik einer Armutsminderung jedoch nur marginal behandelt.

Das Begriffsdreieck “Wachstum – Umwelt – Entwicklung” stellt, wie wir sehen, eine untrennbare Einheit dar, die es weiter zu denken und zu vertiefen gilt. Es stellen sich mitunter folgende dringlichen Fragen: Welche Auswirkung hat Wachstum auf Verteilungsproblematiken? Besteht die Chance einer Armutsminderung auch im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklungsstrategie?

Quelle:  http://www.gbw-wien.at/article359.htm

 

In der Fuldaer Zeitung von Samstag stand in der Kolumne “Was Ludwig Erhard dazu sagen würde” ein sehr interessanter Artikel unter der Überschrift “Euro- Krise: Betteln als Staatskunst”.
Was mich sehr verblüfft hat, war das private Nettogeldvermögen der “Schulden- Staaten” der EU. So besitzen die um Geld ringenden Italiener 175% des Bruttoinlandsproduktes und stehen nur hinter den Belgiern, welche sogar eine privates Nettogeldvermögen von 2014,9% des BIP besitzen. Doch gerade diese zwei Länder sind hoch verschuldet.
Deutschland, der “Zahlmeister Europas”, verfügt über ein weitaus kleineres privates Nettogeldvermögen. So steht es in der Rangliste nur auf Platz 7, noch hinter Malta, Niederlande, Frankreich und Zypern.
Obwohl die Italiener und die Belgier also über genug Geld verfügen, erhöhen die Regierungen nicht die Steuern, sondern bitten um Geld aus dem ESM oder von der EZB.
Kann mich jemand aufklären, wo da die Logik bleibt? ;)

 

Auf ihrem ersten Parteitag nach dem Erfolg in Berlin ringen die Piraten um ein neues Programm – und fordern ein Grundeinkommen für alle, Motto: “Möglichst viele Menschen glücklich machen”. In Offenbach zeigt sich auch, wer der neue Star der Partei ist: Marina Weisband.

Und die Partei braucht sie: Bei aller Euphorie schießt ein Teil der Berliner Fraktion gegen Bundeschef Sebastian Nerz, Linke rangeln mit Wirtschaftsliberalen, und in Offenbach zeigt sich, wie wichtig Marina Weisband für den Zusammenhalt der Partei ist. Sie lobt die Partei: “Die Partei war heute wahnsinnig diszipliniert”.

Für Piratenverhältnisse war sie das. Im Saal sieht es aus wie bei einer W-Lan-Party, es gibt mehr Zwischenrufe als bei Grünen oder Linken. Piratenparteitage sind berüchtigt für stundenlange Debatten, in denen jedes Detail eines Abstimmungsverfahrens ausdiskutiert wird.

Doch diesmal mühen sich die angereisten Piraten um Einigkeit – und folgen einem Vorschlag der Parteispitze. Diese wollte eine Vorauswahl der 40 wichtigsten und populärsten Anträge zur Abstimmung stellen. Gegen den Willen vieler Mitglieder, die stattdessen lieber ein Losverfahren gesehen hätten.

Der Eindruck, Piraten zerrieben sich eher an Formalien als an Programmatik, sollte um jeden Preis vermieden werden: “Maximal 20 Minuten” hatte Bundeschef Sebastian Nerz der spröden Antragsdebatte zugestanden. Und die unberechenbare Piraten-Basis blieb brav, schließlich schlugen die “Top 40″ das Los.

 

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,801547,00.html