Posts by author: Nina Münkel

Merkwürdige Mülltrennung: was darf in den Gelben Sack

Mülltrennung – das ist für die meisten Deutschen Umweltschutz in Reinform. Zwei Drittel geben in einer Umfrage an, Müll zu trennen sei ihr größter Beitrag zum Umweltschutz. Sogar Kinder lernen schon im Kindergarten im frühpädagogischen Mülltrennunterricht das Einmaleins des deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetzes und der Verpackungsverordnung.

Absurdes System

Doch leider ist gerade beim Gelben Sack und der Gelben Tonne ein geradezu absurdes System entstanden. (…) In die Gelbe Tonne dürfen immer noch ausschließlich Verpackungen geworfen werden. Plastikzahnbürsten hingegen oder Plastikstrohhalme – alles was aus Plastik ist, aber keine Verpackung – gehört in den Restmüll und wird damit verbrannt (…).

Doch selbst die sorgfältig sortierten Joghurtbecher und Schokoladenverpackungen aus dem Gelben Sack werden oft verbrannt. Bis zu zwei Drittel dieses Plastikmülls landet nämlich in der so genannten thermischen Verwertung. Das ist völlig legal. Denn die Recyclingauflagen sind seit den Anfangsjahren des Trennens in den 90er-Jahren kaum gestiegen.
Der Politik sind alle Probleme bekannt, seit langem verspricht sie ein besseres System. Doch nichts passiert. Die verschiedenen Parteien schieben sich die Schuld daran gegenseitig zu.

Und so wird weiterhin wertvoller Plastikmüll verbrannt – statt recycled zu werden.

Quelle und ganze Sendung auf

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2013/gelbersack137.html

 

Hier nochmal der Link für eine Zusammenfassung der Halbjahre.

http://powi.forenking.com/index.php

Viel Spaß beim Lernen ;)

 

In der Sendung “Monitor” (ARD) vom 27.09.2012 wurde eine Reportage über den Drohnenkrieg der USA und die Pläne der Bundesregierung zur Anschaffung von Drohnen gezeigt:

“Sie kommen leise, und sie töten buchstäblich aus heiterem Himmel. Sie heißen Sensemann oder Raubtier und sie gelten als die Wunderwaffe im Antiterrorkrieg. Die Rede ist von bewaffneten Drohnen, computergesteuerte Miniflugzeuge, die präzise zuschlagen sollen, wo sonst kein Soldat hinkommt. Neu ist, dass jetzt auch die Bundesregierung mitmachen will beim neuen Krieg der smarten Waffen. Aber das Bild vom chirurgisch-präzisen Einsatz hat erhebliche Schrammen bekommen….”

Es wirkt ein bisschen wie ein Werbefilm. Aber es sind Kriegsbilder. Vom Drohnenkrieg. Mit stolzen Kriegern. Ein US-Soldat erzählt:
„Wir haben ein Aufklärungsinstrument genommen und es zu einem fliegenden Waffenarsenal gemacht.“
Präzise, fast klinisch. Wie ein Computerspiel. Fast.

Auch die deutschen Truppen benutzen Drohnen in Afghanistan. Drei Stück, gesteuert aus Mazar-I-Sharif. Ohne Waffen, nur zur Aufklärung. Anders die US-Truppen. Die benutzen die so genannte Predator-Drohne. In Afghanistan, im Jemen, Somalia und vor allem in Pakistan. Sie gilt als perfekte Waffe für den Krieg gegen den Terror. Für gezielte Exekutionen aus der Luft, sogenanntes Targeted Killing – ohne Prozess. Diese Waffe will nun auch der deutsche Verteidigungsminister Thomas De Maiziere anschaffen. Über das Warum mag er MONITOR kein Interview geben. Dabei sind die Pläne offensichtlich weit gediehen. Vor zwei Tagen redete De Maiziere Klartext. Die bewaffneten Drohnen sollen kommen. Es gehe um mehr Schutz für die Truppen. Er erzählt von der Präzision, von weniger Kollateralschäden. Und lässt verbreiten:

Zitat: „Gezieltes Töten ist ein Fortschritt“

Gezieltes Töten ein Fortschritt? Das ist das Drohnenversprechen. Es ist eine Lüge, zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Studie, die vorgestern Professoren der renommierten Universitäten New York und Stanford vorlegten. Seit Beginn des amerikanischen Drohnenkriegs wurden alleine in Pakistan durch Drohnen mindestens 2.500 Menschen getötet, wahrscheinlich deutlich mehr. Darunter bis zu 900 Zivilisten und fast 200 Kinder.

Prof. James Cavallaro: „Es gibt diesen Mythos, die Drohne und ihre Raketen seien eine Waffe, die nur Al Qaida und deren Anhänger trifft. Eine saubere Waffe. Dieser Mythos ist falsch. Drohnen treffen auch eine große Zahl von Zivilisten, verletzen, verstümmeln oder töten sie.“

Was für Militärexperten zählt: Keine eigenen Opfer, Tote nur auf der Gegenseite. Eine zynische Kalkulation angesichts Hunderter getöteter Zivilisten in Pakistan, aber auch im Jemen und anderswo. Und nicht selten ein Verbrechen, sagen die Wissenschaftler.

Prof. James Cavallaro: „Viele der Angriffe mit bewaffneten Drohnen sind nicht vereinbar mit dem Völkerrecht. Und für Angriffe, die wissentlich oder absichtlich gegen das Völkerrecht verstoßen, dafür gibt es einen Begriff: Kriegsverbrechen.“

Unbemerkt von der Öffentlichkeit wurde längst ein Angebot für die amerikanische Predator-Drohne eingeholt. Kriege halten sich nicht zwingend ans Völkerrecht. Das ist eine der Erfahrungen deutscher Soldaten in Afghanistan. Auch Deutsche glaubten, Terroristen zu treffen und töteten auch Zivilisten. Ein Szenario, welches durch den Einsatz bewaffneter Drohnen möglicherweise häufiger werden wird.

 

Den gesamten Text bzw. dasVideo zu dem Beitrag findet ihr auf :
http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/0927/drohnen.php5

 

Für alle, die sich auch über “bunte Biomöhren” und andere sinnlose Projekte im Bundeshaushalt wundern:

“230.000 Euro für bunte Biomöhren

Biomöhren können dem Bundesernährungs- ministerium gar nicht bunt genug sein Das Bundesernährungsministerium hat gerade ein Förderprogramm gestartet: drei Jahre Laufzeit, Fördervolumen rund 230.000 Euro. Ziel ist es, bunte Biomöhren zu züchten; und zwar in weiß, gelb, rot und violett! Beteiligt sind die satimex Züchtersaaten GmbH, das Julius-Kühn-Institut und die Landesanstalt für Landwirtschaft Sachsen-Anhalt.

Den Steuerzahlern wird es wirklich langsam zu bunt: Die Bundesregierung sorgt sich mit Steuerzahlergeld um die Farbe von Biomöhren! Komplett überflüssig. Violette oder gelbe Möhren gibt es längst. Ein Finetuning oder neue Farben kann Schwarz-Gelb getrost denen überlassen, die dafür zuständig sind, nämlich den privaten Unternehmen!” (Bund der Steuerzahler – Aktion Frühjahrsputz)

Wer noch mehr über andere “Projekte” lesen will, kann das unter http://www.steuerzahler.de/Aktion-Fruehjahrsputz-2012/4606b1759/index.html tun ;) Es lohnt sich…

 

Euro-Länder einig über Hilfspaket für Athen

Griechenland kann der Staatspleite ein zweites Mal dank internationaler Hilfe entkommen. Die Euro-Finanzminister haben das zweite milliardenschwere Rettungsprogramm auf den Weg gebracht – nach einem zwölfstündigen Verhandlungsmarathon in Brüssel. (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/griechenlandsparpaket108.html)

Hierzu Ausschnitte aus Kommentar von Martin Bohne, MDR-Hörfunkstudio Brüssel
(http://www.tagesschau.de/kommentar/griechenland2052.html)

“Mit einem enormen Kraftakt haben die Euroland-Verantwortlichen die Kuh mal wieder an einer besonders brüchigen Stelle im Eis vorbeibugsiert – runter vom Eis ist sie damit noch lange nicht. Ein zweites Mal bekommt Griechenland Kredite in dreistelliger Milliardenhöhe.

Daran führte auch kein Weg mehr vorbei, nachdem die Griechen alle Bedingungen erfüllt haben, die ihnen gestellt worden. Sie haben noch einmal ein paar hundert Millionen an Kürzungen zusammengekratzt. Die großen Parteien haben versprochen, sich auch nach den Wahlen an das brutale Spar- und Reformprogramm zu halten. Und die Griechen müssen sich auf eine noch schärfere Überwachung aus Brüssel einstellen, auf einen noch größeren Souveränitätsverzicht.”
(…)

“Aber mittlerweile ist der Punkt erreicht, wo die Risiken der Rettungsdiktate größer werden als die Ansteckungsgefahr durch die Insolvenz Griechenlands. Europa ist überfordert durch immer mehr Rettungsmilliarden – finanziell, aber vor allem politisch. Denn auch in den Ländern der Retter wachsen der Unwillen und antieuropäische Gefühle. Die EU ist nicht dafür gemacht, in einem Mitgliedsland de facto die Weisungsmacht zu übernehmen. Europa und Demokratie würden in den Augen der Menschen vollends zum Gegensatz werden.

Das neue Hilfspaket muss das letzte sein. Denn es hilft der Kuh zwar für den Moment auf festeres Eis. Aber es schubst sie dabei noch weiter weg vom Ufer, und unter der nächsten brüchigen Stelle lauern noch tiefere Gewässer. Es ist Zeit, nach dem Plan B zu suchen. Nicht hinter dem Rücken der Griechen, sondern mit den Griechen.”

Was meint ihr?! Weiter mit Plan A oder einem neuen Plan B ?!

 

Piratenpartei

Link für eine  interessante Rede über Freies Mandat und Gesetzesentwürfe. Meiner Meinung nach hörenswert….

 

Lüneburg (ots) – Der am 23.11.2011 um 16.01 Uhr in Valognes bei La Hague (Frankreich) gestartete Transport mit nuklearem Abfall aus der Wiederaufbereitungsanlage ist im Transportbehälterlager bei Gorleben angekommen. Die elf Behälter vom deutschen Typ HAW28M erreichten ihr Ziel am 28.11.2011 um 22.09 Uhr.

Statistik:
Gesamtzahl der Einsatzkräfte der Polizeien der Länder: 12.405
Verletzte Polizeibeamte : 133
davon wurden 73 durch Einwirkung von Störern (z.B. Stein-/Flaschenbewurf, Beschuss mit Pyrotechnik) verletzt

Festnahmen : 43
Ingewahrsamnahmen : 1.553
Platzverweise : 5.080
Sicherstellungen von Traktoren : 27

“Von bis zu 25 Millionen Euro Kosten für sein Bundesland spricht Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU). Die Deutsche Polizeigewerkschaft nennt sogar schon Gesamtkosten von circa 50 Millionen Euro.”

Wie berechtigt ist dieser Castor-Transport? Trotz beschlossenem Atomausstieg und einer neuen Suche nach einem geeigneten Endlager? Abgesehen von den Kosten, die dadurch verursacht wurden.
Meiner Meinung nach, hätte auch eine Menschenkette oder eine friedliche Demonstration ohne Behinderungen den Protest deutlich gemacht…

Quellen: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/18181/2156490/pol-castor-castortransport-2011-bilanzpressemeldung

http://www.sueddeutsche.de/politik/streit-um-kosten-fuer-polizeieinsatz-teuer-teurer-castor-transport-1.1021393

 

Die Fifth Avenue und die Park Avenue sind in New York Synonyme für die Reichen. Luxuriöse Appartements, exklusive Boutiquen und ein Stelldichein der Superreichen. Durch diese Straßen ziehen die Anhänger der Occupy Wall Street-Bewegung. Sie demonstrieren für Gerechtigkeit an den Finanzmärkten und fordern eine höhere Besteuerung der Besserverdienenden. Bei ihrer Demonstration passiert sie unter anderem das Haus von JP Morgan Chase-Chef Jamie Dimon und dem Wohnsitz von Ölmilliardär David Koch. Die Teilnehmer werfen den Prominenten vor, dass sie sich auf den Kosten der Allgemeinheit bereichern und fragen: „Wo ist mein Rettungspaket?“

Diese Rufe sind nicht neu. Im Jahr 2009 als hierzulande Milliarden flossen, um Banken zu retten. Als Opel, Conti und Co. auf der Kippe standen. Als die Kredite knapp wurden und von der Kreditklemme die Rede war, fragt der deutsche Mittelstand: „Wo ist unser Rettungspaket?“ Die Frage war berechtigt, aber gewirkt hat sie nicht. Für den Mittelstand gab es kein Rettungspaket, dabei hätte wahrscheinlich ein Bruchteil des Bankenrettungspakets viel kleinere Unternehmen über eine Durststrecke hinweg geholfen. Und anders als bei manch einem Institut, wären die Schulden bereits beglichen.

Wie sinnvoll ist dieser Protest gegen die “Reichen”, die nur einen 1 % der Bevölkerung ausmachen? Sind dies Forderungen, die zu mehr Sozialität führen können, oder Träume, die am Ende doch von der Wirklichkeit zerschlagen werden?

Quelle : http://www.marktundmittelstand.de/portal/nachrichten/2749/meinung-occupy-wall-street-in-deutschland/

 

Ex-Außenminister Joschka Fischer, 63, über die Fehler seines Nachfolgers in der Libyen-Politik:

SPIEGEL: Westerwelle reklamiert für sich eine wesentliche Rolle beim Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi.

Fischer: Er behauptet allen Ernstes, dass das Gaddafi-Regime vor allem durch seine Sanktionspolitik beseitigt wurde. Jeder weiß, dass das Unfug ist, dass ohne den militärischen Einsatz der Nato gar nichts vorangegangen wäre. Nein: Das Verhalten der Bundesregierung im Libyen-Konflikt mit der Enthaltung im Uno-Sicherheitsrat ist ein einziges Debakel, vielleicht das größte außenpolitische Debakel seit Gründung der Bundesrepublik. Die Position unseres Landes in der Welt wurde wesentlich beschädigt. Auch durch die jetzt gehörten Begründungen Westerwelles für seine Libyen-Politik.
(…)

SPIEGEL: Im Fall Libyen aber hatten Sie jetzt keine Zweifel, dass militärisch eingegriffen werden musste?

Fischer: Gaddafi drohte in Bengasi mit einem Blutbad, es gab eine unmittelbare Gefahr für die Zivilbevölkerung. Die Mehrheit im Sicherheitsrat war klar, die Unterstützung der Arabischen Liga und der Organisation Islamischer Staaten vorhanden – was wollte die Bundesregierung eigentlich mehr, um zuzustimmen? Die Enthaltung der Russen und Chinesen war als stillschweigende Zustimmung zu werten. Und die deutsche Enthaltung, machen wir uns da nichts vor, wirkte wie ein Nein – und hat Deutschland bei seinen Bündnispartnern isoliert.

SPIEGEL: Sie meinen, daraus entstehen Deutschland bleibende Nachteile?

Fischer: Der Außenminister ist ja vor der Uno-Entscheidung nach Kairo gefahren und hat sich dort auf dem Tahrir-Platz von den jungen Leuten umjubeln lassen. Das wurde im arabischen Raum nicht als Wahlkampfauftritt oder als persönlicher Ausflug gewertet, sondern als ein Versprechen der deutschen Politik, an der Seite der arabischen Freiheitsbewegung zu stehen. Da kann man dann nicht sagen, sorry, jetzt, wo es ernst wird, müsst ihr schon sehen, wie ihr alleine zurechtkommt.

Eine militärische Zurückhaltung Deutschlands war und ist nicht gerechtfertig, vor allem wenn Zivilisten bedroht und getötet werden. Man sollte geschlossen gegen die Unterdrückungspolitik vorgehen, um zu Verhindern, dass Diktatoren sich in ihren Taten noch bestätigt und geachtet fühlen. Durch Westerwelle’s ungebührendes Verhalten hat er westliche Verbündete vor den Kopf gestoßen und an Vertrauen verloren…

Ganzer Artikel hier : http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,782871,00.html